Print

Das Energiekostenmessegerät

Man kann zwar ungefähr abschätzen wie viel eine Waschmaschine, ein Kühlschrank oder ein Fernseher verbraucht, indem man sich an Herstellerangaben, oder Tests orientiert.
Doch um wirklich sicher zu sein, sollte man einmal in den Kauf eines Energiekostenmessgeräts investieren.

Es kann nämlich vorkommen, dass z.B. die Tür des Kühlschranks undicht ist und das Gerät mehr Kälte produzieren muss. In dem Fall würde der Energieverbrauch stark von den Herstellerangaben abweichen. Ein anderer Grund, die Messung selbstständig vorzunehmen, sind schwer zu findende Angaben bei älteren Elektrogeräten.
Man sollte auch selbst überprüfen, ob diese nicht zu niedrig angesetzt wurden und nicht der Realität entsprechen.

Ein gutes Energiekostenmessgerät kostete in der Vergangenheit ca. 40 Euro.

Es gibt jedoch die Möglichkeit, ein Stromkostenmessgerät (gegen Kaution) auszuleihen. Fragen Sie einfach bei Ihrem Energieversorger nach, falls Sie in der Nähe wohnen. Mittlerweile gibt es günstige Energiekostenmessgeräte wie das Beispiel links zeigt für um die 7-15 €

Von der Stiftung Warentest schauen Sie sich mal einige Bewertungen von Energiekostenmesgeräten an und bei c't findet man zum Teil sehr günstige oder praktische Tips zu Energiekostenmessgeräten.

Um die Ursache für eine zu hohe Stromrechnung zu erkennen, sollte man seine Haushaltsgeräte deshalb unbedingt selbst überprüfen, nur dann lässt sich mit hoherWahrscheinlichkeit der Stromverschwender lokalisieren.Wie Sie eine Messung bei verschiedenen Haushaltsgeräten vornehmen, erfahren Sie auf der nachfolgenden Seite

 

                                     


 

Haben Sie sich auch gefragt, ob Ihr Stromzahler nicht zu schnell läuft und zu viel Strom berechnet? Sie haben den Energieverbrauch von allen Haushaltsgeräten gemessen und einen niedrigeren Stromverbrauch ermittelt, als der Stromzähler im Hausflur oder im Keller? Sie sparen bereits Strom,  doch  der Verbrauch und die Stromkosten sind trotzdem immer noch zu hoch?

Das kann zwei Ursachen haben. Entweder Ihr Stromzahler ist ungenau und läuft zu schnell, oder aber jemand zapft unberechtigt Ihre Stromleitung an. Ein hohes Alter eines Stromzählers ist in Deutschland nichts ungewöhnliches. Es gib Geräte die 40 Jahre ihren Dienst leisten. Im Laufe der Jahre kann ein Zähler ganz einfach kaputt gehen und den Stromverbrauch falsch messen. Aus diesem Grund muss ein Zähler mit einer drehenden Scheibe alle 16 Jahre neu geeicht werden (bei elektronischen Zählern sind es 8 Jahre). Doch geeicht wird nicht jeder Zähler einzeln Es werden Stichproben aus einer Serie durchgeführt und wenn keine Abweichung auftritt, die Eichdauer verlängert. Niemand kann auch garantieren, dass eine kurze Zeit nach der Eichung kein Gerätefehler auftritt. . Aber auch ein neuer Zahler garantiert keinen korrekten Zählerlauf, wenn nicht jedes Exemplar einer Serie extra geeicht wird.

Die SAT1 Sendung Akte führte 2008 einige Tests durch, die aufgezeigt haben, dass bei manchen durch Stichproben ausgesuchten Zählern, die Messung um 50% höher lag, als der tatsächliche Energieverbrauch.Der gerichtlich zugelassene Gutachter schätzte damals, dass  40-50 Prozent der alten Zähler nicht mehr richtig läuft.
Sollte es auch bei Ihnen der Fall sein, können Sie Ihren Energieversorger oder das Eichamt informieren. Zuvor sollten Sie am besten unbedingt eine Messung durchführen, um eventuelle Abweichungen des Stromzählers zu ermitteln.

Wie kann man überprüfen, ob ein Stromzähler zu schnell läuft?

  1. Besorgen Sie sich zuerst ein genaues Energiekostenmessgerät.
  2. Schalten Sie alle Geräte zu Hause aus. Auch den Kühlschrank oder den Wecker nicht vergessen. Der Zähler sollte jetzt stillstehen. Erkennen können Sie es an der Drehscheibe, die sich beim Verbrauch von links nach rechts (je nach Stärke des Verbrauchs) dreht. Steht der Zähler nicht still, dann haben Sie wahrscheinlich jemanden in der Nachbarschaft, der Ihre Stromleitung anzapft, oder der Stromzähler hat einen Defekt. Kontaktieren Sie in dem Fall sofort den Energieversorger.
  3. Im Fall, dass der Zähler stillsteht, notieren Sie den genauen Zählerstand. Am wichtigsten ist die Stelle hinter dem Komma. Diese zeigt einen Kilowatt pro Stunde in 10 Laufen sie alle einmal durch, steigt die Zahl vor dem Komma um einen Wert nach oben.
  4. Stecken Sie das Energiekostanmessgerät in die Steckdose und schalten B. einen 2000 Watt voll befüllten Wasserkocher ein. Wenn das Wasser kocht, brechen Sie es ab, füllen den Wasserkocher erneut mit kaltem Wasser und schalten das Gerät wieder ein. Wiederholen Sie den Vorgang, bis das Stromkostenmessgerät genau einen Kilowatt pro Stunde (1 kWh) Stromverbrauch anzeigt. Sie können natürlich auch andere Geräte benutzen, wie etwa eine Waschmaschine, oder eine Tischlampe mit einer 100 Watt-Glühbirne. Im letzteren Fall würde der Test jedoch 10 Stunden dauern. Mit einem Wasserkocher, der 1000-2000 Watt verbraucht, geht es erheblich schneller. Sie brauchen je nach Leistung eine halbe bis 1 Stunde Zeit.
  5. Jetzt kommt  der  spannende  Teil.  Schreiben  Sie  den  Zählerstand  erneut  auf  und  ziehen  die  Zahl  von  der  vorherigen Summe ab.

Wenn der Stromzähler auch 1 Wh gemessen hat, dann ist theoretisch alles in Ordnung. Hat er mehr als 1 kWh gemessen, dann haben Sie ein Problem! In dem Fall zahlen Sie Monat für Monat eine überhöhte    Stromrechnung. Je nach  Wert,  können  Sie  feststellen,  wie  viel  weniger  Sie  für  Strom  zahlen  müssten.  Sind  es  z.B.  1,3  kWh,  dann zahlten  Sie  womöglich  30  Prozent  zu  viel  (im  schlimmsten  Fall  jahrelang). 

Es ist Jedoch sehr zu empfehlen, noch einen weiteren Langzeittest mit geringer Stromlast zu machen. Dazu wäre z.B. ein über eine Steckdosenleiste angeschlossener PC mit einem Monitor und einer 60-Watt-Tischlampe optimal. Lassen Sie die 3 Gerate, die zusammen z.B. ~150 Watt verbrauchen über mehrere Stunden laufen. Schalten Sie natürlich  alle  übrigen  Geräte  im  Haushalt  ab  und  klemmen  ein  Energiekostengerät  dazwischen. Gehen  Sie  genauso vor und notieren sich den Zählerstand. Beenden Sie nach ein paar Stunden den Test und vergleichen die Werte. Wenn auch hier alles stimmt, dann sollte alles in Ordnung sein.

 

Was kann man gegen einen defekten Stromzähler unternehmen?

Sie sollten das Eichamt oder Ihren Energieversorger informieren und eine Überprüfung anfordern. Diese kostet um die 100 Euro. Bei einer festgestellten Abweichung sollte Ihr Stromversorger die Kosten dafür übernehmen.

 

Wie erkennt man Stromdiebstahl?

Ein anderes Problem ist Strorndiebstahl. Ihre Stromleitung kann auf verschiedene Weise angezapft und umgeleitet

worden sein. Eine illegale Abzweigung kann sich hinter oder vor dem Sicherungskasten befinden. Es kann deshalb sein, dass trotz ausgeschalteter Sicherung ihr Stromzähler weiter tickt . Um die genaue Art des Stromklaus sich später ein Elektriker kümmern. Für Sie ist es erst mal wichtig zu wissen, ob sich auf der ganzen Leitung jernand Ihres Stroms bedient. Lassen Sie deshalb am besten die Sicherungen drin und wählen folgenden Weg: Wenn Sie .Zugang zu Ihrem Stromzähler haben, dann müssen Sie ihn am besten an verschiedenen Tageszeiten beobachten.  Es gibt  zwei  Methoden,  um  festzustellen, ob etwas nicht stimmt. Die  schnelle  und  eine  langsame, die mehr Gewissheit bringt.